Zwieback, Scheiterhaufen und Rote-Rüben-Smoothie

Ok, ich geb’s zu: Die Wochen eins und zwei meiner Fastenchallenge waren härter, als ich es erwartet hätte. Ich habe dementsprechend auch gesündigt, als ich nach zwei harten Arbeitstagen mir eine schnelle Jause von den Drei Goldenen Kugeln geholt hab. Dafür war die restliche Zeit sehr interessant und lehrreich für mich.

Günstig und gut

Ich habe ein wenig befürchtet, dass es vielleicht teurer wird, sich nur von lokalem, saisonalem Gemüse zu ernähren, anstatt im Supermarkt einzukaufen. Doch keineswegs: Letzten Samstag habe ich um ca. 35 EUR für die ganze Woche eingekauft. Auf meiner Liste standen:

  • Chinakohl und Vogerlsalat
  • Karotten, Sellerie und Rote Rüben
  • Käferbohnen
  • Äpfel als Süßspeise
  • Eier
  • Mehl und Milch
  • Gebäck vom Strohmayer (genau genommen ist deren Gebäck nur zu 90 % aus der Region… aber es gibt halt kein steirisches Salz)

Das Problem ist, dass der stressige Alltag manchmal wenig Zeit lässt, dauernd neue Rezepte auszuprobieren. Deswegen habe ich versucht, gute Standard-Gerichte zu machen und hin und wieder was Neues zu probieren. Manchmal aß ich allerdings aus Zeitgründen einfach nur ein paar Karotten oder mixte mir aus Karotten, Äpfeln und gekochten Roten Rüben einen Smoothie – gut, günstig, kalorienarm 🙂

Wenn ich mehr Zeit hatte, gab’s interessante Gerichte, die ich teilweise *ewig* nicht mehr gemacht hatte (zum Beispiel Sellerieschnitzel mit Kartoffelpüree) oder überhaupt noch nie ausprobiert hatte:

Zwieback selbstgemacht

Nachdem ich die Fasten-Challenge auch zum Anlass genommen habe, meine Vorratslade ein wenig zu leeren, habe ich Scheiterhaufen mit meiner letzten Packung Feldbacher Zwieback gebacken. Früher, als ich ein Kind war, hat meine Mama mir immer dann Scheiterhaufen gemacht, wenn ich krank war. Die warme, apfelige und saftig-süßige Speise war immer schon eine Wohltat für die Seele und bei Halsweh, Kopfweh oder Husten.

Als jetzt der Zwieback aus der Packung aus war, ich aber immer noch zwei Kilo Äpfel daheim hatte, hab ich beschlossen, selbst Zwieback für den köstlichen Scheiterhaufen zu machen (und zwar nach diesem Rezept). Es war leichter, als gedacht, obwohl mir der Teig nicht so schön aufgegangen ist wie gehofft. Doch der Geschmack… hach, ein Traum!

Und so funktioniert das Scheiterhaufen-Rezept, dass mir meine liebste Mama so weitergegeben hat:

Zutaten
500 ml Milch (Schafmilch von den Weizer Schafbauern funktioniert genauso gut wie die Stainzer Vollmilch)
4 Eier (von meinem Bauern am Ostbahnhof)
Mark einer Vanilleschote (zum Glück hab ich noch ein paar daheim…)
eine Prise Salz
eine Prise Zimt
Zwieback (etwa die Hälfte der selbstgemachten Menge)
Butter für die Auflaufform

Zubereitung

  1. Auflaufform buttern, Rohr auf 190 °C vorheizen
  2. Milch, Eier, Salz und Vanille zusammenmixen, Äpfel schälen und rapseln
  3. Zwieback-Scheiben in das Milch-Ei-Gemisch tauchen und die Form damit auslegen
  4. Äpfel und Zwieback (eingetaucht) schichten – ich hab meist Zwieback – Apfel – Zwieback – Apfel – Zwieback
  5. 20 Minuten mit Alufolie bedeckt backen, dann Alufolie abnehmen und weitere 20 Minuten backen
  6. Warm genießen

Morgen wartet wieder ein Marktbesuch (juhu!) und ich hoffe, dass ich die kommende Woche ohne Sünde durchkomme 😉