Omnomnom: Irisches Sodabrot

Irisches SodabrotBacken und kochen entspannt mich. Ich bin Irland-Fan. Wie passen diese Sätze zusammen? Ganz einfach: Irisches Sodabrot. Ich hab mir vor Jahren das Buch „Irische Küche“ von Anne Wilson gekauft für einen Spottpreis von einem Euro.

Die meisten Gerichte darin sind viel zu fleischig, aber das Sodabrot hat es mir echt angetan. Es ist flaumig, hat einen ganz eigenen Geschmack durch das Backpulver und das Natron. Und frisches, selbst gebackenes, noch lauwarmes Brot ist sowieso göttlich.

Das Rezept ist pipieinfach:

560 g Mehl – hier geht eigentlich jedes Mehl, ich hab’s schon mit Dinkelvollkornmehl gemacht, mit Weizen und Roggen gemischt oder rein mit Weizen (Vollkorn und nicht-Vollkorn gemischt). Es ist also ein super Rezept, um Mehlreste aufzubrauchen.
Heute hab ich ca. 200 g Weizen und ca. 360 g Roggenmehl verwendet.
1 Packerl Weinsteinbackpulver
1 TL Natron
500 ml Buttermilch oder gesäuerte Milch – auch hier kann man nehmen, was man gerade hat: Ich hab’s schon mit der köstlichen Weizer Schafmilch, gesäuert mit 3 TL Zitronensaft oder heute Kumberger Rohmilch gesäuert mit 3 TL Apfelessig verwendet. Funktioniert wunderbar!

…. Und das wars auch schon mit den Zutaten. Wie gesagt, wer nur Milch hat, muss diese säuern, indem er Zitronensaft oder Apfelessig reinrührt und dann 15 Minuten wartet.

Irisches SodabrotDann die (Butter-)Milch mit den trockenen Zutaten vermischen bis ein sehr weicher, klebriger Teig entsteht. Diesen dann ein bissl durchkneten (da brauch ich immer einen Haufen Mehl zusätzlich) und in einen Laib mit ca. 20 cm Durchmesser formen. Mit Wasser besprühen, Mehl darüber streuen und kreuzförmig ca. 1-2 cm einschneiden.

Bei 190 °C Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen ca. 30 bis 40 Minuten garen – bis das Brot schön gebräunt ist und herrlich hohl klingt, wenn man auf die Unterseite klopft.

Am liebsten mag ich das Sodabrot mit Butter und Salz drauf (die gscheite irische gesalzene Butter hätte ich bei uns noch nicht entdeckt), aber ich kann mir gut vorstellen, dass auch Marmelade drauf köstlich schmeckt. Ich glaub ich schneid mit gleich noch eine Scheibe ab.

Omnomnom!