Bye bye, vegan – hello, vegetarisch!

Als mir im November die Ärztin vom LKH mitteilte, dass ich nebst Eisenmangel und einer Schilddrüsenunterfunktion auch noch einen Vitamin-B12-Mangel habe, hat mich das geärgert. Nicht, weil ich es nicht erwartet hätte (ich hab mich im Vorfeld ja informiert, auch eine Zeit lang B12-Supplemente genommen), sondern weil ich dachte, es würde so schon irgendwie gehen. So hat mich mein Körper eines besseren belehrt. Und damit gehe ich von Vollzeit-Vegan hin zu Teilzeit-Vegetarisch.

Eier statt Sritzen

Prinzipiell hätte ich mich weiter vegan ernähren können, hätte mir aber richtig abgestimmte Supplemente holen müssen – Tabletten oder monatliche Spritzen. Letzteres genieße ich zur Zeit, weil meine Ärztin meinte, die Speicher müssten jetzt erst mal aufgefüllt werden.

Danach will ich mich vegetarisch ernähren. So viel vegetarisch, dass ich meinen B12-Bedarf decken kann.

Laut Wikipedia braucht man mindestens 3 Mikrogramm Vitamin B12 pro Tag. Laut der Titelgeschichte im vorletzten Profil braucht ein Durchschnittsmensch 2 Eier pro Tag, um seinen B12-Bedarf zu decken.

Bevor ich Pulverl und Spritzen von irgendwoher nehme, esse ich liebe Eier un Milchprodukte von Bauern in der Umgebung. Glücklicherweise habe ich nach ein wenig Recherche den Arztenbauerhof gefunden, einen Bauernhof auf der Ries, der herzallerliebste, in Kleingruppen freilaufend gehaltene Henderl und Kamerunschafe hat. Und dann gibt’s noch die Weizer Schafbauern: Schafmilch enthält auch mehr Vitamin B12 als Kuhmilch und früher hab ich die fettere und geschmacklich interessantere Schafmilch geliebt.

Die öde Umgewöhnung

Käse am Brot und Schafmilch im Müsli: Das hat meinem Bauch nicht gefallen. Wenn man fast drei Jahre nichts tierisches isst, braucht es wieder eine gewisse Zeit zur Umgewöhnung. Das hat übrigens auch meine Ärztin gesagt. Also heißt’s durchhalten und abwarten.