M-M-M-Masterarbeit

Letzte Woche stand wieder FH-Präsenz am Plan. Und dieses Mal war es richtig ernst, denn wir sprachen auch über die Masterarbeit. Ja, Kinners, es sind nur mehr etwa 7 Monate, dann ist das Studium offiziell/wahrscheinlich/hoffentlich vorbei. Zeit, mal über die Masterarbeit nachzudenken.

Gleich vorweg: Mittlerweile hab ich eine Idee, was ich machen werde (Heureka!). Ich werde diese Idee jetzt aber noch nicht offenbaren (ätsch), weil ich die Idee 1. noch mit der Studiengangsleitung und 2. mit meinem Arbeitgeber abstimmen möchte.

Worüber schreibe ich also in diesem Blogpost? Über meine vorherigen Ideen und mein verändertes Verständnis von Content-Strategie jetzt im dritten Semester.

 

Viele Unternehmen merken, dass sie irgendwas mit Content brauchen

Content-Marketing, Content-Management, Content-Curation, Content-Creation, Content-Strategie, Content-Dings. Von verschiedensten Seiten hör ich Unternehmen „Content“ tönen, es gibt immer mehr Veranstaltungen dazu und immer mehr Blogposts. Allerdings dreht sich meiner Wahrnehmung nach die Aufmerksamkeit am meisten um Content-Marketing. Die Content-Strategie ist wie der britische Gentleman, der, während die Kinder rumbrüllen, ruhig in der Ecke sitzt und sein Pfeifchen pafft. Er ist im ersten Moment unscheinbar und überblickt seine eifrigen Kinderleins, setzt ihnen Grenzen und räuspert sich hörbar, wenn mal jemand zu laut schreit oder sich mit einem anderen in die Haare kriegt.

Ich glaube, das ist genau das, was viele Unternehmen gerade jetzt, wo die Buzzwords besonders eifrig herumschwirren, brauchen. Eine Strategie für Content, die ganz eng mit dem Marketing einhergeht. Ja, Marketing. Take that, Bashers! Wir haben in der letzten Präsenzwoche (und auch schon in der ersten dieses Semesters) viel über Branding gehört, und ich bin mittlerweile der Meinung, dass das Bewusstsein über die eigene Marke und deren Positionierung die Basis von allem ist. Oder im Rahmen der Content-Strategie erarbeitet werden muss.

 

Wir brauchen Menschen, die einen Plan vom Entwickeln haben

Ohne die Anpassung der technischen Infrastruktur geht nix. Wir brauchen also nebst dem Marketing die Entwickler, die das Konzept von Content-Typen und Content-Modellen verstehen und den Vorteil sehen, wenn Daten strukturiert verarbeitet werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern ist auch für die Suchmaschinenoptimierung wichtig.

Ich bin jetzt mal froh, dass ich es (glaub ich) soweit geschnallt habe. So wie ich es verstanden habe (correct me, if I’m wrong, experts):

Content Types klassifizieren definierte Inhaltsschnipsel, Objekte oder Konzepte, die bestimmte Merkmale haben. Es sind Objekte wie Telefonnummern, Adressdaten, Produktbilder, Rezepte, Kurzbeschreibungen, Kontaktformulare, Mitarbeiter-Biographien etc. Sie können an mehreren Orten wiederverwendet werden, werden jeweils gleich formatiert und können, zB dank schema.org, auch von Suchmaschinen als definierter Inhaltstyp erkannt werden.

Content Models setzen Content Types in Beziehung. Sie definieren, welche Content Types wo zu finden sind und wie sich miteinander verknüpft werden können. Das Content Model ist die Krone der Strukturierung und zeigt Vernetzung anstatt Hierarchie, wie das bei einer Sitemap der Fall ist.

 

Entzauberung

Und vor lauter neuen Infos und Freude...Vieles hat sich für mich während der vergangenen Monate entzaubert. Nicht alles, was glitzert, ist auch Gold. Wir sollten aufhören, beim schieren Gedanken an Content-Strategie als Errettung vom Content-Überfluss Regenbögen zu kotzen. Man muss die zahlreichen Methoden, Vorgehensmodelle und Ansätze jetzt mal im echten Leben testen – vor allem für Einzelunternehmer und Kleinunternehmer, damit diese möglichst viel davon sinnbringend anwenden können. Die Entzauberung soll also nicht bewirken, dass ein „öh, das ist ja eh alles nur alter Wein in neuen Schläuchen“-Gefühl eintritt, sondern dass die Elemente der Content-Strategie vor allem Handwerk sind.

Und Handwerk kann man lernen.