Startschuss fürs dritte Semester #cos14

Rein vom Wetter her war’s die perfekte Woche für Präsenzzeit an der FH. Regen, Nässe, Kälte – grauslig. Da sitzt man doch gerne den ganzen Tag im Seminarraum, um ein wenig über Content-Strategie zu lernen.

Schön, euch alle zu sehen

Das schönste an COS-Präsezzeiten ist das Wiedersehen mit all den lieben Studienkolleginnen und -kollegen. Da macht das Mittagessen (Falafel-Burger beim Granola *omnomnom*) und das Kaffee-Trinken (empfehlenswert: Buna in der Schmiedgasse).

In dieser Woche trafen wir auch auf die COS15-Studierenden. Weil Graz ein Dorf ist, ist schon jemand dabei, die ich kenne, nämlich Sabine Ettema von der Konzeptschmiede.

Themen des dritten Semesters

XML, Content Types, Content Modelling, Branding, Message Architecture. Das hört sich ja fast schon nach Bullshit-Bingo an, zugegebenermaßen, ist aber die durchaus sinnvoll und nützlich. Obwohl manches nach altem Wein in neuen Schläuchen klingt. Praktisch getestet wird das dann gleich in Projekten, die neben den Lehrveranstaltungen laufen, nämlich für das Museum im Palais und die ISN.

Für diese Projekte haben wir die Projekt-Teams in vier Abteilungen geteilt:

  • Markenwerte und Botschaftsarchitektur – wie die Identität einer Marke oder eines Unternehmens sinnvoll in Kommunikationsbotschaften umgewandelt werden kann
  • Content Models, Types und Flows – die Typisierung von Inhaltsschnipseln und die technische „Verteilung“ der Content-Typen
  • Content-Marketing und Community-Aufbau – die Operationalisierung sowie Aufbau und Pflege des Netzwerks eines Unternehmens
  • Koordination und Kommunikation – die, die alles irgendwie zusammenhalten und den Kontakt mit den jeweiligen Projektpartnern halten

Die größten Diskussionen gab es rund um Botschaftsarchitektur. Als Basis diente dabei das Buch Content Strategy at Work von Margot Bloomstein. Wir setzten uns vor allem mit den Fragen, wie die Brücke von Markenwerten zu den Kernbotschaften geschlagen wird und wie man auch dem Kunden den Unterschied erklärt, auseinander. Dabei kam es zu „Reibereien“ bei Begrifflichkeiten wie Zielgruppe. Ich finde den Begriff ja passend – aber ob man jetzt Wunschkunde oder Wunsch-Persona oder was auch immer dazu sagt, ist letztlich wurscht, wenn das Ergebnis passt.

Überhaupt hat mich in dieser Woche – sowohl teilweise in den Lehrveranstaltungen als auch beim Barcamp – ein wenig genervt, dass die „Content-Strategen“ oder Kommunikatoren gerne aufs Marketing, die IT oder wen auch immer hinhauen. Vielleicht nur dezent, aber ein leicht überheblicher Ton ist immer dabei. Negative Vibes. Vielleicht bin ich nur überempfindlich, aber so hab ich’s leider wahrgenommen.

Gleichzeitig wird groß geredet von interner Kommunikation und gemeinsamem Commitment und Change Management (auch Thema vierten Semesters) und Bla Bla Bla. Es ist ja wohl kein Wunder, wenn Projekte nicht hinhauen, wenn die Abteilungen sich gegenseitig (bestenfalls) belächeln oder (schlimmstenfalls) beschimpfen. Ich bin überzeugt, dass man hier mit genauso viel Verständnis und Einfühlungsvermögen vorgehen muss, wie das beim B2B-Kunden oder bei den Endusern passieren muss.

Barcamp am Samstag

#coscamp startet mit dem Namensschild #cos14

Ein von @issuschka gepostetes Foto am


Das #coscamp am Samstag ist der traditionelle Abschluss der Präsenzwoche. Die Organisation übernahm diesmal COS 15 und auch die Session kamen (wie es in den Barcamp-Regeln steht) von den Barcamp-Neulingen des frisch gestarteten Jahrgangs.

Im Mittelpunkt stand am #coscamp das Blog des Studiengangs, das in dieser Woche noch gestartet werden soll. Styleguides, Wording und Redaktionsplan sollen im Rahmen verschiedener Sessions erarbeitet werden. Zukünftig findet man dann unter oer.fh-joanneum.at/content-strategy die offenen Lern-Ressourcen von COS. Spannende Sache, mal schauen, ob es tatsächlich so funktioniert.

Aussicht auf die nächsten Monate

Wie auch in den letzten beiden Semesters erwartet uns COSis eine arbeitseintensive Zeit. Alleine das Bloggen (im eigenen Portfolio, aber auch im Studiengangs-Blog) wird wieder eine zeitliche Herausforderung, ebenso die Hangouts und Slack-Chats. Hier kommen die Termine erfahrungsgemäß immer viel zu kurzfristig für mich – und meistens genau an den Tagen, an denen ich meine Tanzkurse halten.

Worüber ich mir nun auch schön langsam Gedanken machen muss, ist meine Masterarbeit: Die Zeit bis Weihnachten wird also der Projektarbeit zugeteilt sein, dann wird langsam das Thema für die Masterarbeit fällig. Irgendetwas zu machen, was für meine Arbeit mit JungunternehmerInnen und EPUs und Start-ups im innolab nützlich ist, wäre natürlich optimal, aber wie ich das genau aufarbeite, weiß ich noch nicht.

Fazit: COS bleibt spannend.