It’s all in the analysis

Am Mittwoch war ich auf einer Veranstaltung zum Thema Content-Marketing. Und alle so: Du brauchst Content, der die Leute begeistert! Du brauchst Content, der den Leuten hilft! Du brauchst geilen Content zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

Ja, und wie finde ich heraus, wann ich wo den richtigen Content für meine Zielgruppe veröffentliche? WIE mache ich das?

Gretchenfrage „Wie“

Das „Was“ findet man meist relativ schnell heraus. Schick eine Pressemitteilung raus. Mach einen neuen Folder. Twiste deine Hüften. Schau dramatisch drein bei dieser Liedpassage. Ernähr dich eisenreicher. Der Knackpunkt ist das „Wie“.

Was die Frage „Wie finde ich raus, welcher Content für meine Zielgruppe passt?“ angeht: Mit entsprechenden Methoden haben wir uns im noch laufenden, aber fast schon abgeschlossenen zweiten Semester im Content-Strategie-Studium beschäftigt.

Wie schon in einem früheren Beitrag geschrieben habe ich mich bis jetzt mit Card Sorting, Social-Media-Analytics, ein wenig Google Analytics und SEO beschäftigt. Nun kommt noch Usability Testing dazu.

Usability-Testing - Foto: pixabay

Hör den Menschen zu

Bei Usability-Tests oder User Testing wird eine Website von tatsächlichen oder potentiellen Website-Benutzer anhand von Aufgaben analysiert. Das Ganze wird mittels Screen- und Audiorecording für die Nachwelt festgehalten. Damit die Gedankengänge der Testperson klar werden, wird sie ermutigt, ihre Gedanken laut auszusprechen (Thinking Aloud). Eine detailliertere, aber dennoch knackige Beschreibung von Usability-Tests gibt’s hier oder auch hier.

In der Lehrveranstaltung haben wir in extrem kurzer Zeit ein Projekt abgehandelt, was suboptimal und anstrengend war, aber die Basics haben wir in 1-2 Usability-Tests pro Person zum ersten Mal anwenden können. Wir haben uns methodisch auf das Buch „Rocket Surgery Made Easy“ von Steve Krug gestützt. Ein Review mit ein paar wichtigen Punkten daraus gibt’s auf abetteruserexperience.com. Das Buch ist mittlerweile 5 Jahre alt, deshalb habe ich heute (hochmotiviert) mal eine kleine Recherche zum State-of-the-Art von Usability-Tests gestartet.

Immerhin will ich diese Methode (aufgabenbasierte Usability-Tests mit Thinking Aloud) auch für das Semesterprojekt anwenden. Dabei will ich die innolab-Website auf die Usability hin analysieren und die Ergebnisse mit den Erkenntnissen aus Google Analytics kombinieren. Und dazu will ich natürlich am aktuellsten Stand sein.

Usability-Lesestoff

Für die Semesterprojekte wurden von uns Studierenden diverse Methoden vorgeschlagen. Neben Usability-Tests und der Auswertung von Google-Analytics-Daten kamen auch noch Umfragen ins Spiel. Ich habe ein interessantes Paper gefunden, das den Vergleich von Usability-Methoden thematisiert. Da zeigt sich, dass eine Kombination von verschiedenen Methoden die besten Ergebnisse bringt, Usability-Tests aber schon sehr viel abdecken können.

Aktuelle Artikel rund um Web Usability und User Testing habe ich bei der Nielsen Norman Group gefunden. Macht ja auch Sinn, bei Usability-Guru Jakob Nielsen zu schauen. Die aktuellsten Beiträge zu User Testing drehen sich zum praktische Tipps für das Testen von Content und wie man Pilottests richtig durchführt.

Ein spannender, schön langer Beitrag über moderierte versus unmoderierte Usability-Tests gibt’s bei The Next Web.

Noch nicht gelesen, aber runtergeladen habe ich „The Guide to Usability Testing„. Das sieht recht schick und interessant aus – zumindest auf den ersten Blick.

Es wird ein arbeitsreicher Sommer

Jaaaa… das große einlesen, planen, entwickeln, durchführen und verschriftlichen wird meinen Sommer bestimmen. Also bleibt als Abschluss nur Studienkollegin Romanas Tweet zu zitieren: