Auf der Suche nach dem roten Faden

Nächste Woche ist wieder Präsenzwoche im Rahmen des Content-Strategie-Studiums. Diesmal in London. Und diesmal auch ohne mich. Das zweite Semester nähert sich damit langsam aber sicher auch seinem Ende zu. Zeit, mal darauf zurück zu blicken.

so much to do, so little time

Gleich vorweg: Im Vergleich zum letzten Semester (siehe meinen Blogbeitrag dazu) gab’s viiiiiiel mehr Input.

Kalender mit Lehrveranstaltungen des Studiums Content-StrategieDas heißt aber auch: Viel mehr Arbeit. In den letzten Wochen gab’s fast jeden Abend eine Lehrveranstaltung via Google Hangout. Kein Abend ohne COS. Kein Tag ohne „oh Gott, das muss ich ja auch noch machen“. Also allen Leuten, denen ich gesagt hab, es ist zeitlich kein Problem – ich revidiere meine Aussage! Ich laufe aktuell auf „schaffen mit möglichst wenig Aufwand“, weil sonst Arbeit + Tanzen + Studium nicht machbar wären. Dabei arbeite ich nur 20 Stunden.

Schade: In diesem Semester suche ich noch nach dem roten Faden. Im ersten Semester war Content-Strategie irgendwie das Ziel in weiter Ferne. Aktuell gibt’s viele kleine Fädchen: Information Architecture (leider in meinem Fall mehr: Wie ich lernte, Excel zu hassen), Accessibility und Multiscreen-Design (Barrierefreiheit – wichtig und spannend), Content-Audits (basically SEO) und meine Wahlfächer Internal Communication and Knowledge Management (immer wieder interessant, vor allem mit Alex Stocker) und Crossmediales Storytelling (alle lieben Hubert Weitzer).

tying up the loose ends

Ich versuche mal in diesem Blogbeitrag die „loose ends“ zusammenzufassen und damit wieder den roten Faden zu finden. Prinzipiell steht dieses Semester unter dem Stern der Analysephase. Die einzelnen Analysemethoden lernen wir wieder mithilfe von Projekten: Wie man eine auf Social-Media-Daten basierende Studie konzipiert, wie man eine Website auf ihre Barrierefreiheit hin analysiert, wie man ein Card Sorting durchführt und auswertet.

Für mich am interessanten – obwohl ich leider nur selten an den Hangouts live teilnehmen konnten – war das Thema Barrierefreiheit. Ich hatte mich bis jetzt nur sehr oberflächlich damit befasst und fand den Einblick sehr lehrreich. Vor allem, da das Thema barrierefreie Website eigentlich seit 2006 Pflicht ist und ich auch in den innolab WordPress-Workshops darüber gesprochen habe. Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte findet man hier – viele Punkte sind sehr schnell und einfach umsetzbar und ich hab auch auf der innolab-Website schon so viel wie möglich ergänzt und angepasst.

Also irgendwie Analyse. Cool wäre es, wenn es am Ende des Semesters – zum Beispiel am letzten Präsenzwochenende am 26. und 27. Juni – ein Round-up unter Berücksichtigung der Content-Strategie als Ganzes gäbe. Das würde mir sehr helfen, die Fädchen wieder zu einem kräftigen roten Faden zu verspinnen.

Alex and Hubert, I choose you!

Im zweiten Semester dürften wir aus einem Angebot von Wahlfächern zwei Spezialgebiete wählen. In diesen geht’s gar nicht um Analyse, da wird schon konzipiert. Bei der internen Kommunikation sollen wir bis übernächste Woche (wuaaaah, eine Deadline!) ein kurzes Konzept über die Einführung/Verbesserung von Social Software im eigenen Unternehmen erstellen. „Blöderweise“ nutzen wir im innolab schon Podio und das sehr erfolgreich – wir sind ja auch nur sechs MitarbeiterInnen. Aber ich werde schon eine Nische finden, die noch zu verbessern ist. Verbessern kann man immer irgendwas (auf der anderen Seite: Never change a running system).

Beim crossmedialen Storytelling geht es darum, crossmedial eine Geschichte zu erzählen (who would have thought?), in diesem Fall am Beispiel FH JOANNEUM. Jedes Team darf sich einem Bereich widmen und dann dafür ein Storytelling-Konzept erstellen. Nachdem ich vor kurzem mit dem Buch „Storytelling für Journalisten“ fertig geworden bin, versuche ich jetzt sehr stark den Storytelling-Ansatz überall zu verwenden. Funktionieren tut’s noch nicht immer, aber ich arbeite dran. Übrigens auch beim Tanzen: Die meisten meiner Choreos haben eine Geschichte (vom Mädchen, das Socken strickt; von der Hochzeit, wo man sich langsam immer mehr betrinkt; vom Sterben und Auferstehen…).

finally

Wieso eigentlich englische Titel? Weil es im zweiten Semester mehr Englisch gibt 😉 Keith Andrews‘ Lehrveranstaltung war auf Englisch und nächste Woche wird auch ganz und gar Englisch. Außerdem habe ich an den letzten Tagen mit Star Wars und Star Trek mein Gehirn auf Englisch umgestellt. Als Ausgleich zum Studienalltag.