COS-Projekt: Der Countdown

Am Samstag ist es soweit: Das COS-Projekt des ersten Semesters – in meinem Fall die Content-Strategie für die innolab-Website – muss abgegeben werden. Heute habe ich nach einem sehr anstrengenden Training am Street-Workout-Platz Graz die meiste Zeit damit verbracht, aber aktuell bin ich hirnlich am Ende und bringe gerade nichts strategisch mehr zu Papier. Deswegen wird gebloggt 🙂

Die Projektarbeit soll nämlich, soweit ich das verstanden habe, auch eine Reflexion unserer Herangehensweise beinhalten. Nachdem ich in diesem Semester schon meine Gedanken zu Content-Strategie generell niedergeschrieben habe, passt diese Reflexion auf die tatsächliche Arbeit mit Content-Strategie ganz wunderbar in meinen Blog.

Die Außensicht ist schwierig
Das erste, was ich gemerkt habe: Betriebsblindheit. Natürlich habe ich die Texte der innolab-Website nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Wo also kritisieren anfangen? Prinzipiell alles mal für schlecht befinden? Die Außensicht einzunehmen, war nicht ganz leicht. Meine Lösung: Sehr viel Denkarbeit und auch Schreibarbeit nicht im Büro, sondern daheim oder an der FH erledigen. Eine andere Umgebung bringt neue Ideen und eine neue Perspektive. Und Tools nutzen: Viele kostenlose Analyse-Tools gibt es zwar nicht, aber Anhaltspunkte wie der Flesch-Wert helfen schon mal ganz gut.

Alleine? Besser im Team!
Alleine zu arbeiten ist zwar insofern angenehm, dass einem „niemand dreinredet“, aber Teamwork bringt trotzdem bessere und vielfältigere Ergebnisse. Für die Projektarbeit an sich hatte ich glücklicherweise das Website-Team bestehend aus einigen Studienkolleginnen und Ursula Kronenberger als Sparring-Partner, für die innolab-Interna haben wir in den vergangenen Wochen immer wieder Design-Thinking-Workshops abgehalten. Diese galten zwar primär der Erarbeitung der innolab-Gesamtstrategie, doch die Content-Strategie sollte ja idealerweise ohnehin ein Teil davon sein.

Content Strategy takes time
Ich habe den Prozess der Erarbeitung der Content-Strategie vor meinem inneren Augen Sanduhren-förmig visualisiert. Oben kommt nämlich erstmals ganz viel rein: Audit der bestehenden Inhalte, Erarbeitung von Personas, Nutzerbefragungen, Analyse der Konkurrenz… Dann kommt der kleinere, aber besonders kritische Teil der Strategie-Erarbeitung. Meine Kernstrategie ist recht kurz, die vier Bereich des Content Strategy Quads (ich hab sehr viel mit dem Ansatz von Kristina Halvorson gearbeitet – Erin Kissanes Buch war auch gut, aber Halvorson hat mich mehr angesprochen) werden auch knackig gehalten. Danach kommt wieder ein größerer Block, quasi der untere Teil der Sanduhr: Die Maßnahmen und Vorbereitung der Implementierung. Da kommen Dinge wie Workflow, Content Management, Tools, Zeitplan, Budget etc. rein.

Content Strategy Quad – (c) 2010 Brain Traffic

Nur eine Plattform zu bearbeiten, ist kaum möglich
Anforderung für die Projektarbeit war, dass wir nur eine Plattform bzw. ein Medium mit einer Content-Strategie verbessern sollten. Ich habe „Website“ gewählt und den innolab-Blog bewusst ausgespart. Naja, das war zumindest der Plan. Ich merke jetzt, dass es wahnsinnig schwierig, nur ein Medium zu bearbeiten. Es hängt alles zusammen und die Website ohne den Blog zu beschreiben… Puh. Natürlich ist dies „nur“ ein Projekt, aber eigentlich gehört die Content-Strategie für alle Online-Präsenzen und alle Inhalte, die im Web unternehmerisch eingesetzt werden, gestaltet. Aber es kommt sicher noch ein weiteres Projekt für ALLES.

 

Dies waren mal die vier wichtigsten Punkte meiner Reflexion. Noch etwas zu flappsig für das Abschlussdokument, aber als Basis ein guter Anfang, wie ich finde.

Aktuell fehlen mir noch ca. 17 Seiten bis ich die geforderten 50 Seiten der Projektarbeit erreicht habe. Das wird noch spannend, vor allem, weil wir am Mittwoch und Donnerstag mit dem gesamten innolab-Team auf Strategieklausur sind. Aber ich bin optimistisch: Die wichtigsten Teile hab ich niedergeschrieben, einiges muss noch ausformuliert werden und ein paar offene Punkte muss ich noch erledigen (z.B. die Finalisierung des Konzepts und des Fragebogen für die Nutzerbefragung).