Erstes Semester #COS – viel Interessantes, viel AAAAH!, viel Hoffnung

Mit heute endet – zumindest was die Vorlesungen anbelangt – das erste Semester meines Content-Strategie-Studiums. Und nachdem wir ja immer reflektieren müssen, reflektiere ich jetzt mal vor mich hin. Ein Semester COS – das bleibt:

Viel Interessantes
Programmieren lernen wollte ich ja schon immer irgendwie, weil mein Schatz ja auch Programmierer ist und ich toll finde, was er macht. Außerdem entwickle und bastle ich gerne Websites, also hilft Programmierkenntnis extrem. Die Vorlesungen von Takashi Linzbichler waren super – strukturiert, leicht verständlich, mit Übungen und Hausaufgaben. Auch, wenn wir noch nicht so weit sind zu wissen, was wir tatsächlich mit Python anfangen werden, hab ich ein gutes Gefühl dabei.

Ebenfalls toll waren die Vorlesungen von Hubert Weitzer, der immer top vorbereitet war und super geniale Sachen machte. Die produzierten Videos (leider war ich da nicht da) sind echt spitze und Hubert hat so viel Arbeit reingesteckt, dass ich mich nur mehr vor ihm verneigen möchte. Auch seine Hangouts waren top!

Last, but definitely not least: Die Studienkollegen. Super nett, sehr interessant, sehr hilfreich und Fetzengaudi. Man sieht sich zwar selten, aber dann passt’s wunderbar. Und wir haben natürlich unsere Facebook-Gruppe und Twitter, wo wir gemeinsam lachen und leiden und uns gegenseitig helfen, wenn’s mal nötig ist.

Viel AAAAH!
I have no idea what I'm doing.Viele Male hab ich mich an der Grenze gesehen. Nämlich an der Grenze zum „throw your hands up in the air und verzweifle“. Warum? Ich studiere nicht wegen dem Titel, der Master hinterm Namen is mir sowas von wurscht. Ich will was Neues lernen. Ich möchte Inhalte haben. Aber gerade im Bereich Content-Strategie kamen sie einfach nicht. Selbst, als uns das Content-Strategie-Projekt aufgetragen wurde, gab es keinen Input (bis auf Heinz‘ bzw. Alices Präsentation – die gut ist, aber für ein 250-Stunden-Projekt nicht wirklich ausreichend hilft). Klar, ich hab Bücher, Artikel etc., aber wieso sitz ich dann die ganze Präsenzzeit auf der FH rum, wenn ich mein Wissen eh nur aus diesen Büchern holen kann?

Aber ich muss relativieren: An diesem Präsenzwochenende gab’s endlich Input von Praktikern. Dank Sascha, Clemens, Ursula und Johanna haben wir mal Einblicke bekommen, wie Content-Strategie(-artige) Projekte so ablaufen und wie wir auch unsere Projekte gestalten können. Mein „I have no idea what I’m doing“-Zustand hat sich damit verbessert, ich hoffe, das ändert sich nicht wieder. Und ich hoffe, es kommt beim nächsten Mal früher relevante Info.

Vielleicht bin ich einfach nicht der Typ für dieses Learning by Doing kombiniert mit Ahnungslosigkeit. Vielleicht hatte ich auch einfach die falschen Erwartungen und deswegen enttäuscht und leicht angenervt. Ich bin halt ein Mensch, der mit klaren Informationen, Deadlines und Anforderungen am besten arbeiten kann. Und ich bin ungeduldig, wenn ich ein Ziel habe. Stundenlanges Herumreflektieren über Fachunspezifisches, wenn ich doch auf Inhalte brenne, nervt mich. Sich dauernd ändernde Anforderungen und Infos nerven mich, wenn ich Arbeit, Tanz und FH zusammenbringen muss.

Viel Hoffnung
Ganz ehrlich: Ich hab nach gewissen FH-Veranstaltungen überlegt, ob ich nicht das Studium einfach schmeißen soll. Wie erwähnt kamen die Inhalte, die ich erwartet hatte, einfach nicht und die Zeit war mir zu kostbar, um sie mit rumsitzen zu verschwenden. Aber es ist ja der erste Studiengang dieser Art. Und ich hab mich dazu gezwungen, Verständnis zu haben. Daher hoffe ich für die zukünftigen drei Semester, dass die versprochenen Inhalte in der Form kommen… Auch, wenns intensiv wird.

Mein Ausblick also: Hang in there, stay calm and learn what you can.