Kunden verärgern. Ein vorweihnachtliches How-To.

Sie sind gerade mit einer Krise konfrontiert und wollen Ihre Kunden noch zusätzlich verärgern? Hier fünf praktische Tipps*:

1. Vorsichtshalber mal alles dementieren. Was auch immer passiert ist, Sie sind sicher nicht schuld daran. Also zuerst mal alles dementieren und die Schuld idealerweise jemand anderem in die Schuhe schieben. Überlegen Sie, wer Schuld sein könnte: Ein Partner, ein Konkurrent oder sogar Ihre Kunden? Seien Sie kreativ!

2. Lassen Sie Ihre Blogger und Twitterer positive Stimmung machen. Sie haben doch sicher ein paar Blogger und Twitterer, die für Sie schon mal Promotions gemacht haben. Geben Sie Ihnen eine kleine Aufwandsentschädigung dafür, dass sie positive Stimmung machen. Oder Stimmung gegen die Kritiker – dann müssen Sie sich nicht selbst die Hände schmutzig machen.

3. Eine Lüge hat noch nie geschadet. Die Wahrheit passt nicht ins Konzept? Kein Problem: Erfinden Sie eine praktische Lüge, die Sie den Kunden präsentieren können. Bonusaufgabe: Erfinden Sie eine Lüge, die sich bei Bedarf so drehen und wenden lässt, dass Sie flexibel bleiben können.

4. Reagieren Sie nicht auf Ihre Kunden, die wollen eh nur streiten. Verärgerte Kunden nerven, deswegen ist es am besten, sie zu ignorieren. Wir wissen allerdings, dass dies viele noch mehr verärgert. Speisen Sie sie dafür mit standardisierten Antworten (spart Zeit!) oder Vertröstungen ab.

5. Zu guter letzt: Denken Sie daran, dass Ihre Kunden dumm sind. Die meisten verstehen nichts von Ihrer Technologie, Ihren Aufgaben usw. Für diese trifft wunderbar Punkt 3 zu. Für alle anderen können Sie Punkt 4 recht gut anwenden.

* Wer herausfindet, über wen ich mich da geärgert habe, kriegt ein Keksi.