#coscamp und TEDx Graz

Es war ein fulminanter Start ins Studium Content-Strategie: Nach einer recht intensiven Online-Phase rund einer sehr intensiven Arbeitswoche an der FH schlossen wir die Präsenzzeit mit einem Barcamp ab. Natürlich zum Thema Content-Strategie. #coscamp, hurray!

So offen wie möglich
Das Ziel war, die Lehrveranstaltung, die uns Studierenden einen Einblick in Content-Strategie geben sollte, möglichst offen zu gestalten, also auch externe Besucher einzuladen. Denn, wie wir während des Camp erkannten, ist rund ums Texten, SEO, User Experience, Strategie etc. so viel Wissen vorhanden, das nur darauf wartet, geteilt zu werden. Und zum Glück gibt es mittlerweile viele Personen in der Web-Content-Szene, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen gerne teilen. Über die Lern-Experience und das Barcamp als Vorlesungsformat hat Heinz auf seinem Blog bereits geschrieben. Auch von Henriette gibt’s einen schönen Blogpost dazu.

Für mich war das Beste am #coscamp die „Szene“ kennen zu lernen, mit den Kolleginnen und Kollegen beim von Stiegl gesponserten Bier zu tratschen und in der Praxissession (von uns liebevoll „Praxis Dr. COS“ genannt) mitzuerleben, wie man eine Content-Strategie angeht und entwickelt. Das brauche ich immerhin für meine Projektarbeit. Hängen geblieben ist bei mir außerdem die Session „Content für Cash“ mit dem Leitsatz: Es ist okay, mit gutem Content Geld verdienen. Die Dokumentation der Praxissession findet ihr hier, die Dokumentation der „Content-for-Cash“-Session hier.

Heinz‘ Idee, auch zukünftig einzelne Lehrveranstaltungen als Barcamp zu organisieren begrüße ich sehr. Hell yeah, ich freu mich total darauf, weg vom Frontalvortrag hin zu gemeinschaftlichem Wissensaustausch und Wissensaufbau zu gehen.

And now for something completely different: TEDx Graz
Am Mittwoch war ich dann auf einer anderen Veranstaltung, auf die ich mich im Vorfeld sehr gefreut hatte: Die TEDx – zum ersten Mal in Graz. Was soll ich sagen: Ganz anders als ein Barcamp. Es gibt die Bühne, es gibt die Vortragenden, die doch bitte stets mit Standing Ovations bedacht werden sollen. Scheinbar auch, wenn der Vortrag nicht grad das gelbe vom Ei ist. Finde ich persönlich dämlich, aber gut, that’s just me. Jedenfalls kam ich in der Früh in die Alte Universität in Graz und war bereit:

Echt toll ist, dass dank der großen Bandbreite der Talks man mit Themen konfrontiert wird, die man sich sonst niemals zu Gemüte führen würde. Zum Beispiel hab es einen Talk über Roboter und Schwarmintelligenz inklusive Demonstration vom Thomas Schmickl. Da jubelt das Geek-Mädchen in mir, auch wenn ich mich sonst relativ wenig mit Robotern befasse.

Auch spannend war der Talk über Gamification am Arbeitsplatz inklusive Umsetzungsbeispielen von Janaki Kumar. Ich konnte sogar ein Angry-Bird-Schweinderl fangen – das nutzt Janaki Kumar in Besprechung zum Hin- und Herwerfen um langweilige Meetings mit vielen Leuten, die durcheinander reden ein bisschen zu ordnen. Und das große Finale: Ein Talk über Algen, der dank Entertainer Friedrich Liechtenstein richtig lehrreich und amüsant gestaltet war.

*denk*

*denk* – Foto von Anna-Magdalena Druško

Für Stirnrunzeln sorgte ein Talk über Smunits (small units), den kaum jemand wirklich verstand. So sehr wir uns bemühten, es gelang uns nicht (ist auch schön auf Twitter nachvollziehbar) und daher war das wohl der anstrengendste Talk. Learning: Prezi ist gut, aber zu viel Prezi ist ganz schlecht. Dem Vortragenden zu folgen, auf die Prezi zu schauen und versuchen, diese Infos zu verknüpfen, war einfach zu viel. Oder aber ich war einfach zu doof dafür. Kann auch sein 🙂

Würde ich also wieder auf eine TEDx gehen? Auf jeden Fall. Und ich würde mich einen extra Akku fürs Smartphone mitnehmen, denn diese Veranstaltung ist für mich durch die Tweets der super Twitterer erst so richtig genial geworden. Die Bilder und Kommentare, die auf der Twitter-Wall angezeigt wurden, waren einfach wunderbar. Da macht (Twitter-)Netzwerken Spaß!

Mein Hirn ist voll
Das ist das Fazit der letzten zwei Wochen. Ich habe so viele Ideen und Aufgaben aufgefasst und mir selbst auferlegt, dass es mich in alle Himmelsrichtungen reicht. Jetzt heißt es, Struktur reinbringen und Schritt für Schritt abarbeiten. Der Blogbeitrag ist einer der ersten Schritte.

Check!