Tanzen

Ich hatte heute einen Auftritt bei einer Polterrunde. Am vergangenen Samstag war unsere Semesterabschlussfeier. Nächste Woche beginnen unsere Kurse. Und ich bin gerade am Choreographieren, Nähen, Inspirationen sammeln. Grund genug, auch im Denkarium über das Tanzen zu schreiben. Ein bisschen inspiriert von Romans Newsroomlyrik gibt’s heute meine spätabendlichen Tanz-Gedanken (manche mögen es auch Poetenerbrochenes nennen).

Tanzen ist Fühlen.
Fühlen des Körpers, Fühlen dessen, was in mir brennt, mich lachen und weinen lässt.
Fühlen, wie es herausgetanzt wird – oder tiefer hinein, bis es eins wird mit mir und ich darüber lächeln kann.
Tanzen heilt, Tanzen tröstet.

Tanzen heißt, die Seele sichtbar zu machen.
Manchmal eine fröhliche Seele, manchmal eine nachdenkliche, manchmal eine, die trauert.
Nicht immer kann ein anderer das erkennen. Aber ich erkenne meine Seele beim Tanzen.
Und sie erkennt mich.

Tanzen offenbart den Körper und verbirgt ihn zugleich.
Der Körper ist der Bote des Tanzes, aber er tritt in den Hintergrund.
Wenn ich tanze, sind wir eine Einheit: Körper, Geist, Seele und Musik.
Nur das Ganze zählt, nicht seine Einzelteile.

Beim Tanzen bin ich vollkommener Freiheit am nächsten.