Spaß für das innere Kind

Eigentlich wollte ich ja schon am Freitag bloggen – natürlich zum Weltkatzentag. Immerhin habe ich selbst zwei Stubentigerinnen daheim und Cat Content kommt immer gut an. Was dann bloggen? Glücklicherweise bietet die Bloggerlandschaft selbst viele Anregungen. Nebst den Ironbloggern lese ich noch ein paar andere Blogs und habe da einen Beitrag von Bianca Prommer entdeckt, der in diesem Moment wie die Faust auf mein virtuelles Auge gepasst hat. Worum’s darin geht? Um das Herauslassen des inneren Kindes.

Mama und ich im Gatsch

Mama und ich im Gatsch

Ich habe nämlich zufällig ein paar Tage davor etwas getan, was mein inneres Kind quietschvergnügt gemacht hat: Ich bin bei der Baustelle des zukünftigen Hauses meiner Eltern in einer ockerbraunen Lacke mit lehmig-warmem Schlamm herumgestiegen. Das war so toll! Kennt ihr das, wenn der Gatsch zwischen den Zehen herausquillt und man den Fuß fast gar nicht mehr aus dem Matsch kriegt – und wenn, dann mit einem satten, saftigen Ploppen?

Herrlich!

Das habe ich gleich bei Biancas Beitrag kommentiert und mich im Laufe des Tages – und der kommenden Tage – damit beschäftigt, was ich für mein inneres Kind denn noch tun könnte. Bianca hat schon einige Vorschläge geliefert, ich zitiere:

  • Lassen Sie einen Hulahupp Reifen um Ihre Hüfte und Brust oder Hals kreisen.
  • Schnappen Sie sich einen Gummi, spannen Sie ihn wieder zwischen zwei Sessel und dann hüpfen Sie für Ihre Glückshormone. “Rucki-Zucki-Donald-Ducki-Mickey-Mausi-eini-außi”
  • Ziehen Sie Ihre Gummistiefel an und stampfen Sie in die nächste große Wasserlacke
  • Legen Sie sich auf eine Wiese und lassen Sie sich den Hügel hinab kullern
  • Schlagen Sie ein Rad
  • Hüpfen Sie barfuss über die Wiese
  • Lassen Sie sich von Ihren Kindern oder Nachbarskindern inspirieren und tun Sie worauf Sie Spaß haben.

 

Nach diesem herrlichen Wochenende hätte ich noch folgendes hinzuzufügen:

  • Ganz klar: Mach dich so richtig schmutzig. Spring in den Matsch, buddle mit den Hände in weicher Walderde. Überhaupt, geh in den Wald, lauf spring und greif an, was du findest. Riech daran, schmecke es (haben wir das als Kinder nicht alle gemacht?) und nimm dir schöne Dinge mit. Ein Blatt, eine Blume, einen Stecken.
  • Spring mit voller Bekleidung ins Wasser. Unsere Eltern haben uns das immer verboten, also muss es toll sein! Optional: Lauf danach nackt über eine Wiese und erfreue dich am Wind, der gewisse Körperregionen sonst nie berührt 🙂
  • Sammle dir dein Essen selber. Und damit meine ich nicht den Kräutertopf vom Balkon: Geh hinaus und suche Blumen, Gräser, Kräuter, Beeren, Schwammerl und koch dir was schönes daraus. Das Gute ist, dass die meisten Erwachsen einschätzen können, was man essen kann und was nicht (ansonsten hilft Google). Deswegen kann man die Dinge dann tatsächlich essen – nicht so wie damals, als wir als Kinder Pilzsuppen „gekocht“ haben und dann so getan haben, als würden wir sie essen.
  • Bastle etwas: Ob mit Kastanien, Papier oder Zahnstochern – man kann aus fast allem irgendwas basteln. Schaffe etwas mit deinen Händen und wenig Material. Das macht nicht nur Spaß sondern ist auch Gymnastik fürs Hirn.
  • Beobachte. Oft schauen wir auf unser Handy oder halbherzig in den Fernseher. Konzentriere dich mal auf einen Reiz. Der Käfer, der das Fenster hochkrabbelt. Wie sich Blätter bewegen. Vögel, die herumfliegen. Das ist sehr meditativ.
  • Und finally: Finde jemanden, der mit dir herumtollt und den Spaß mit dir teilt. Gestern war das Neonsplash-Festival in Graz. Obwohl es, wie Tom und ich vorbeigeschaut haben, nicht nach sooooo viel Stimmung ausgeschaut hat (obwohl sich der DJ sehr bemüht hat), ist die Idee doch super. Bespritz dich mit Farbe! Zieh ein weißes T-Shirt an und werde zum Kunstwerk. Ich würde das wahnsinnig gern mal machen – abseits von den groß organisierten Festivals auf einer netten Wiese. Mein inneres Kind quietscht schon vor lauter Freude, wenn ich nur daran denke. Wer ist dabei? Blogger-Farbschlacht?