Nachdenken übers Morgen

EEG - (cc) Wikimedia // Hgamboa

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Achtung, Achtung, dies ist ein voraus geplanter und im Voraus geschriebener Beitrag. Ich habe überlegt, ob ich das tun soll oder doch eine Ironblogger-Urlaubswoche nehmen soll. Und dann hat sich eine Gedankenlawine in Gang gesetzt, aus welcher ich einige Gedankenfetzen extrahiert habe und diese euch nicht vorenthalten möchte (war das jetzt Deutsch?). Das Thema: Was schreibe ich überhaupt für morgen? Was denke ich über das Morgen? Worüber könnte ich morgen nachdenken?

Ich bin ja, im Gegensatz zu meinem Herzallerliebsten, manchmal etwas impulsiv *hust* und hin und wieder unvernünftig *pfeif* und lebe sehr gerne im Hier und Jetzt ohne zu viel ans Morgen (oder gar Übermorgen) zu denken. Und schon gar nicht, daran zu denken, was ich morgen denken könnte. Das Thema Hochzeit hat mich nun schon ein wenig aufs Nachdenken übers Morgen gebracht – allerdings mehr in Richtung Eventplanung. Für diesen Blogbeitrag denke ich jetzt mal nach.

Hm. Was passiert morgen? Wie kann ich mit meinen Aktionen das Morgen beeinflussen? Was kann ich tun, damit es mir nicht nur heute, sondern auch Morgen gut geht?

Tja. Mein erster Gedanke war: Erstmal gut schlafen. Gut ausgeschlafen ist der Start in den Tag schon mal ein positiver und egal was passiert, ich werde damit umgehen können.

Und dann? Nun, manchmal verliere ich mich in Gedanken, wie denn eine Veranstaltung, ein Termin etc. am nächsten Tag verlaufen könnte. Das mache ich besonders gerne in der Nacht, wenn ich im Bett liege, um mich vom Einschlafen abzuhalten. Und dass, obwohl ich genau weiß, dass es niemals so kommt, wie man es sich vorstellt. Manchmal verläuft es besser – meist aber einfach komplett anders. Es ist einfach der menschliche Faktor so schwer einzuschätzen, gerade wenn es um denkwürdige Ereignisse geht. Man stellt sich gerne vor, dass das Gegenüber genauso reagiert, wie man es erwartet und man dann Gespräche und Diskussionen genau in die richtige Richtung lenken kann. Hab ich probiert, funktioniert nicht wirklich. Aber vielleicht sollte ich auch mal ein NLP-Seminar besuchen 😉

Wenn ich an das Morgen denke, dann sind das Wunschvorstellungen. Nur sehr selten denke ich an den Worst Case, meistens ist es der Best Case. Ist das nur bei mir so? Oder hab ich mir das positive Denken einfach so stark eingetrichtert? Hope for the best, prepare for the best?

Eigentlich ein schöner Gedanke: Bereite dich mental so auf dein Morgen vor, als wäre es der beste Tag deines Lebens und als würde alles so laufen, wie du es dir vorgestellt hast. Mit positiven Gedanken, Vorfreude auf Highlights wie einen Workshop im Büro, das Abendessen mit dem Liebsten oder eine Tanzstunde. Ich bin überzeugt, mit dieser Einstellung und diesem Feeling in den Tag zu starten macht ihn – ganz egal, was tatsächlich passiert – ein Stückchen angenehmer. Self-fulfilling prophecies mal mit positivem Karma.

Jetzt hab ich ja gut reden, also schamlos optimistischer Mensch. Früher hab ich mir versucht einzutrichtern, keine hohen Erwartungen und Wunschvorstellungen zu haben, denn diese werden zu oft enttäuscht und das tut weh. Das funktionierte aber nicht. Aber warum nicht? Vielleicht, weil meine Psyche mir immer wieder zugewispert hat, dass ein Tag ohne Träumerei dann doch ein sehr trauriger Tag ist. Da träume ich lieber manchmal utopische Szenarien vor mich hin (wer hat noch nicht vom Euromillionen-Gewinn geträumt?) und habe dafür ein Lächeln im Gesicht.

Vielleicht ist „Nachdenken über Morgen“ eigentlich Nachdenken übers Träumen. Aber ich glaube, das ist wieder ein ganz neuer Blogbeitrag…