Hochzeit 2.0 – nicht ganz so gute digitale Kommunikation

Verlobt :-)

Verlobt 🙂

In meinem letzten Beitrag zu Hochzeit 2.0 habe ich mal aufgezeigt, was es für Ressourcen und Inspirationsquellen gibt. Mittlerweile bin ich persönlich einen Schritt weiter, habe schon einige Locations kontaktiert und mir Angebot eingeholt. Und dabei stoße ich immer wieder auf No-Gos, die ich heute aus gegebenem Anlass mal leicht frustriert anprangern muss. Quasi ein Vor-Urlaubs-Rant, damit ich nicht gestresst fortfliege 🙂

Außerdem muss ich mich als Marketing- und Kommunikationstante, wie man mich manchmal liebevoll nannte, auch hin und wieder mit Kommunikation in meinem Blog beschäftigen.

Also, was habe ich erlebt, was mir eher ungut in Erinnerung bleibt?

 

1. Das klassische Nicht-Kontaktformular

Der Klassiker unter den Kommunikationshoppalas. Man hat ein gar wunderbares Kontaktformular auf der Website und schafft es dann nicht, auf darüber gestellte Anfragen zu antworten. Und wenn beim Nachtelefonieren dann auch noch ein „Na, da hamma nix bekommen“ kommt, fragt man sich, wofür das blöde Ding dann überhaupt online steht. Oder an welche E-Mail-Adresse die Anfrage geschickt werden. Vielleicht landen solche Anfragen aber auch automatisch im Spam? Keine Ahnung. Ich nutze Kontaktformulare aus diesem Grund sehr ungerne, aber manchmal findet man doch tatsächlich keine E-Mail-Adresse – oder aber nicht die richtige E-Mail-Adresse.

Was ich als Lösung empfehle: Testen, testen, testen. Auf der innolab-Website und auch auf meiner Tanz-Website haben wir ein fixes Kontaktformular und hin und wieder noch weitere Formulare, die stets an eine, zentral abrufbare E-Mail-Adresse gehen. Und das muss sofort nach Freischaltung getestet werden. Und dann immer wieder mal zur Vorsicht.

 

2. Der falsche Name (und das falsche Geschlecht)

Besonders amüsiert habe ich mich darüber, dass man mich als Herr Niederl angeschrieben hat. Gut, einen Namen falsch zu schreiben, ist eine Sache, das kann passieren – aber gleich ein ganz falscher Name UND das falsche Geschlecht? Solche Ungenauigkeiten lassen bei mir gleich mal Sympathiepunkte schmelzen. Immerhin will ich ein paar Tausend Euro in dem Laden lassen und da erwarte ich mir so viel Aufmerksamkeit. Kleiner Hinweis am Rande: Die Location, der dieser Faux-Pas unterlaufen ist, wird’s übrigens nicht werden.

Was ich als Lösung empfehle: Check, Recheck, Double-Check. Was anderes hilft nicht. Nachdem mir sowas peinlicherweise auch mal passiert ist (allerdings, zu meiner Verteidigung, wars nicht Name UND Geschlecht 😉 ), wird immer doppelt und dreifach überprüft, ob ein Name richtig ist, die Anrede passt und die Titel richtig dastehen.

 

3. Die zurückgehaltenen Informationen

Ein als Hochzeitslocation angepriesenes Restaurant hat zwar einen wunderbaren Folder mit vielen brauchbaren Informationen zum Download bereit gestellt, allerdings ohne Info, dass keine Termine für einen bestimmten Monat (nämlich unseren Hochzeitsmonat) vergeben werden. Hm. Könnte man sowas nicht irgendwo hinschreiben, wenn es schon einen schönen Folder gibt? So hat das „Leider nein“ auf meine hoffnungsvolle Anfrage hin noch mehr weh getan.

Was ich als Lösung empfehle: Sag’s wie’s ist. Gleich. Kritische Informationen, wie dass im Hochzeitsmonat Juni keine Hochzeiten veranstaltet werden, gehören in die Hochzeitsmappe. Es kann ja ein freundliches „Wir bieten unsere Räumlichkeiten für Hochzeiten gerne in den Monaten Juli und August an.“ irgendwo stehen – dann kann ich mir, wenn die Location tatsächlich so toll ist, ja überlegen, ob ich nicht doch einen Juli-Termin nehme.

 

4. Die Preislisten ohne Umsatzsteuer

Für Unternehmen sind Preislisten ohne Umsatzsteuer natürlich super. Nur: Die wenigsten Hochzeiten werden von Unternehmen bezahlt (ist zumindest meine Annahme). Daher wäre es toll, wenn ich Preislisten mit Umsatzsteuer bekäme. Ganz besonders toll sind Angebote, in denen die Preise teilweise mit, teilweise ohne Umsatzsteuer angeführt sind. Na juhu. Nochmals: Wenn ich mehrere tausend (fast schon 10.000) Euro dort lasse, erwarte ich mir dafür auch einen gewissen Service. Preislisten mit sinnvollen Preisangaben würden da dazu gehören.

Was ich als Lösung empfehle: Naja. Zwei Preislisten – einmal mit USt., einmal ohne. Not so hard, right?

 

So viel zu einem kurzen Zwischenfazit bei der Location-Suche und den nicht ganz so gelungenen Kommunikationsansätzen mancher Örtlichkeiten. Ich bin mal gespannt, was sich sonst noch so ergibt – vielleicht finden wir ja noch was auf der Hochzeitsmesse bzw. einer der vielen Hochzeitsmessen, die in Herbst und Frühjahr stattfinden?

Falls ihr eine Räumlichkeit kennt, die super für eine Hochzeit mit 85 Personen geeignet wäre – bitte bombadiert mich mit Informationen 🙂