Meine App der Woche: Sleep as Android

Sleep as Android

Sleep as Android

Ich hatte diese Woche Urlaub. Eigentlich die perfekte Zeit um auszuschlafen und viel guten Schlaf zu genießen. Und doch: Spät schlafen gehen und dank der inneren Uhr dann doch um sieben aufwachen bringt eben doch nicht die gewünschten acht Stunden. Und weil ich generell manchmal das Gefühle habe, schlecht zu schlafen, habe ich mir zum Zwecke der Schlafanalyse die App „Sleep as Android“ gegönnt.

 

There’s an app for… everything

Ich schwanke immer wieder zwischen „verlass dich auf dein Gefühl“ und „track‘ alles für mehr Wissen“. Mit Sleep as Android bin ich mal wieder auf die zweitere Seite gerutscht, weil man ja auch immer wieder liest, wie wichtig guter Schlaf für den gesamten nachfolgenden Tag und auch für Gesundheit und Wohlbefinden generell ist. Ich war neugierig – vor allem auch auf die intelligente Weckfunktion, die anhand der Analyse der Schlafzyklen genau dann wecken, wenn man am ehesten dafür empfänglich ist. Und natürlich ist das Wecken nicht nur ein Klingeling, dass man immer wieder ausstellen kann, sondern man kann sich auch mit Rechenaufgaben zum Aufwachen quälen. Das alles lockte mich sehr, allerdings war ich auch skeptisch: Zur Analyse der Schlafphasen muss das Handy neben dem Kopfpolster liegen. Will ich wirklich mein Smartphone so nah neben meinem Ohr haben?

Praktischerweise hat die App für diesen Punkt schon eine Lösung parat: Mit Beginn der Schlafmessung schaltet das Gerät automatisch in den Flugmodus, das heißt alle Möglichkeiten zum mobilen Datenübertragung werden ausgeschaltet. Eigentlich super: So schrecke ich auch nicht wegen wegen SMS oder Anrufen mitten in der Nacht (ja, das hatte schon manchmal…) auf sondern kann in Ruhe schlafen. Auch nett: Man kann Schlafgeräusche aufnehmen oder sich zum Einschlafen von beruhigenden Klängen in den Schlaf wiegen lassen.

 


Mein Fazit: Brauchbar, aber auf Dauer meh

So, und was halte ich jetzt von der App, nachdem ich sie eine Zeit lang getestet habe? Nun, die Weckfunktion ist super: Sie ist im Moment bei mir so eingestellt, dass 20 Minuten vor meiner spätestmöglichen Weckzeit die App zu analysieren beginnt, wann für mich er beste Aufwachzeitpunkt ist. Und erstaunlicherweise hilft das tatsächlich: Ich bin in der früh bei weitem nicht so k.o., wenn ich diese App als Wecker nutze. Offenbar funktioniert das mit den Schlafphasen – Tiefschlaf, REM-Schlaf, Leichtschlaf – wirklich und während der Leichtschlaf-Phasen aufgeweckt zu werden ist super.

Was schade ist, ist die teils schlecht durchdachte Usability. Klar, man findet sich langsam in die App hinein, doch am Anfang ist die Bedienung nicht gerade intuitiv. Das Design ist sich ist mit schwarz-grün-weiß auch nicht das allerhübscheste – aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Die restlichen Funktionen der App sind am Anfang interessant: Ich habe herausgefunden, dass ich scheinbar in den ersten Schlafstunden richtig, richtig tief und fest schlafe. Drei Stunden voller Tiefschlaf – ich hole mir also das meiste an meinem Tiefschlafbedarf schon in den ersten Stunden, so wie es sich gehört. Das kann mein Schatz mir auch bestätigen. Ich bin wie ein Stein, wenn ich kurz vor ihm ins Bett gehe und dann einschlafe. Und zu sehen, dass ich um 4 Uhr früh meist eine richtig lange Leichtschlafphase habe, hat mir erklärt, warum ich manchmal um 4 Uhr früh aufwache und ziemlich munter bin. Auch die Schlafdauer über mehrere Tage hinweg ist interessant: Bei mir sind’s stets wischen 6 und 8 Stunden, also eigentlich ziemlich gut 🙂 Wie gesagt: Am Anfang sehr interessant.

Aber nach einigen Wochen flacht das Interesse ab. Der Wecker ist weiterhin klasse und ich möchte ihn nicht mehr missen. Aber die Analyse vorm Wecken sehe ich mir mittlerweile kaum mehr an. Hin und wieder blicke ich auf die Übersichtsgraphik, die die durchschnittliche Schlafdauer, Schlafdefizit und prozentuellen Anteil der Tiefschlafphase zeigt. Aber das war’s auch schon.

Alles in allem eine praktische App. Ob man davon tatsächlich profitiert, kann man mithilfe der zweiwöchigen Testversion herausfinden – danach kostet das Ding knapp 3 EUR. Wer mehr will, kann weitere Module dazukaufen (z.B. Cloud-Speicherplatz für die Schlafdiagramme, verbesserte SleepStats). Für mich war es das wert: Ich habe ein paar interessante Erkenntnisse gewonnen, nette Schlafdiagramme und einen brauchbaren Wecker.

Was haltet ihr davon? Kennt ihr die App? Kennt ihr andere? Nutzt ihr andere Werzeuge? Bin gespannt 🙂

 

Und jetzt… schlaft gut!