Die „Life List“ (Version 1)

… oder: Dinge, die ich unbedingt machen möchte, bevor ich sterbe – idealerweise je früher desto besser.

Wie im letzten Post angekündigt habe ich eine Liste mit Dingen erstellt, auf die ich hinarbeite. Die ich unbedingt erleben möchte. Die mich anspornen, besser zu werden oder zu sparen oder brav zu arbeiten, wenn mal die Motivation fehlt. Immerhin braucht man Ziele – kleine Ziele für jeden Tag und große Ziele. Bei dem Sims 3 gibt es Life Achievements (oder wie sie heißen) – als so etwas in der Art sehe ich diese Dinge. Bin gespannt, was ihr dazu sagt – vielleicht habt ihr auch ein paar solcher Ziele, die ihr erreichen möchtet? Wäre doch ein netter Blogbeitrag 😉

Also, los geht’s! Die Liste ist übrigens nicht nach Wichtigkeit oder Präferenz geordnet sondern einfach so zusammengewürfelt, wie mir die Punkte eingefallen sind. Außerdem ist das Version 1. Es kann ja sein, dass mir noch etwas einfällt – oder ich Punkte abhaken kann.

1. Einen Marathon laufen
Bis jetzt war mein längster Lauf etwa 13 km lang. Irgendwann möchte ich 42 km schaffen – und bei einem Laufwettbewerb mitrennen. Ich habe nicht mal eine gewisse Zielzeit, ich will es einfach nur schaffen. Ins Ziel laufen und wissen, dass ich jetzt 42 km gelaufen bin, es körperlich und mental geschafft habe. Das ist ein Ziel, auf das ich richtig hin arbeiten muss. Mein eigentlicher Plan war, dieses Jahr den Halbmarathon in Graz zu laufen. Aber irgendwie möchte ich mich selbst ein wenig einbremsen bei den vielen Dingen, die ich mache. Also gehen wir’s mal locker an, laufen zwei Mal pro Woche und schauen, wo wir im Spätsommer stehen. Und dann mal schauen, wie weit die Marathon-Distanz entfernt ist.

2. Den Großglockner „bezwingen“
Wandern ist was Schönes. Ich wandere gerne, wenn auch sehr gemütlich und bin schnell abgelenkt („ooooh, eine Blume!“). Trotzdem würde ich gerne mal am höchsten Punkt Österreichs stehen – es muss ja nicht gleich der Mount Everest sein. Dazu ist wahrscheinlich auch ein wenig Training notwendig; Kondition aufbauen, Klettern, Bergsteigen… Da fällt mir ein, ich sollte man wieder den Schöckl, unseren Grazer Hausberg, erklimmen. Es gibt Leute, die machen das angeblich jede Woche.

3. Nach Neuseeland reisen
Neuseeland ist für mich vieles: Drehort eines meiner Lieblingsfilme (Herr der Ringe – *quietsch*), ganz am anderen Ende der Welt und, was ich von Diashows und Erzählungen so höre, einfach ein wunderschönes Land. Deswegen ist es definitiv ein Ziel, mal dort hin zu reisen. Mein Herzallerliebster und ich peilen Neuseeland schon als Hochzeitsreisendestination an: Mit freiem Herumreisen im Auto und Campen, wo uns danach ist. Bis dahin kann ich auch noch sparen… Sonst wird’s nix 😉

4. Bei einem Parabelflug die Schwerelosigkeit spüren
OK, ich oute mich: Ich fliege eigentlich nicht gerne, weil nach unzähligen Folgen von „Mayday – Alarm im Cockpit“, die ich mit Tom gemeinsam angeschaut habe, weiß ich, was alles schief gehen kann. Aber um Schwerelosigkeit zu spüren würde ich mich sogar einem Parabelflug ausliefern. Auch das ist natürlich sündhaft teuer. Zumindest jetzt noch. Aber je mehr wir uns dem Weltraumtourismus nähern, desto günstiger wird das werden.

5. Einen Klimmzug schaffen
Noch ein sportliches Ziel: Dass ich mich mal Kraft meines Latissimus Dorsi nach oben hieve. Das gehört eigentlich in die Kategorie „Ich kann meinen eigenen Körper tragen“ gemeinsam mit Push-Ups. Außerdem weiß man ja nie, wann einem diese Kraft, Körperspannung und Körperbeherrschung mal richtig nützlich sein könnte. Ich denke jetzt nicht unbedingt an die Zombie-Apokalypse.

6. Den Orientalischen Tanzen auf eine richtig große Bühne bringen
Ja, ein Tanzziel hab ich auch: Mal auf einer richtig großen, prominenten Bühne tanzen. Das wäre nicht nur für mein eigenes Ego ein riesiger Boost, sondern würde mir auch das Herz wärmen, wenn der Orientalische Tanz etwas mehr Aufmerksamkeit bekäme. Vor allem in Graz: Hier ist leider viel zu sehr tote Hose. Eine schöne Show mit nationalen und internationalen Gästen zu organisieren und Graz ein bisschen mehr ins Zentrum der Szene zu rücken wäre schon mal was. Pläne dafür habe ich genug in meinem Kopf – allein die Umsetzung hat bis jetzt noch auf sich warten lassen.

7. Mentaltrainerausbildung machen
Nachdem ich ja schon lange Sport mache und andere trainiere verstehe ich immer mehr, wie wichtig mentales Training ist. Deswegen möchte ich irgendwann die Mentaltrainer-Ausbildung machen. Einerseits für mich selbst, andererseits auch für meine SchülerInnen: Wenn ich daran denke, wie nervös manche sind vor Auftritten oder wie schnell manche Leute aufgeben, wenn sie eine Bewegung nicht gleich hinkriegen, könnte ich mir aus dem Mentaltraining einige hilfreiche Werkzeuge dafür holen. Außerdem sind Dinge wie Marathon oder Bergsteigen mit Mentaltraining sicherlich noch leichter zu schaffen.

8. Kinder haben
Über diesen letzten Punkt habe ich lange nachgedacht. Ich bin jetzt in einem Alter, wo viele meiner KollegInnen, FreundInnen und Bekannte um mich herum Kinder bekommen (manche sogar schon das zweite). Und manchmal habe ich Phasen, wo ich am liebsten sofort schwanger werden würde, und dann wieder Momente, wo ich einfach nur nie wieder Kinder sehen will. Im Moment bin ich dafür nicht bereit – ich will erstmals ein paar meiner Ziel erledigen, bevor ich Kinder bekomme. Und sonntags erst um 9 aufstehen, wenn mir danach ist. Und mal einen ganzen Tag nur vor der Glotze liegen, wenn mir danach ist. Ich glaube, ich will irgendwann schon Kinder haben – aber das kann warten. Ich bin ja noch jung (zumindest rede ich mir das immer wieder ein *gg*). Jetzt wird erstmal geheiratet und dann sehen wir weiter.