BuddyMe – Ruf. Mich. An.

Vor ungefähr zwei Wochen bekam ich eine Nachricht, in der ich zum Betatest von BuddyMe eingeladen wurde. Und ich bin ja immer neugierig und experimentierfreudig, also meldete ich mich an um diese ungewöhnliche Plattform fürs „Real-Life-Netzwerken“ zu testen.

Zuerst mal die Frage: Was ist BuddyMe?

BuddyMe ist eine Plattform die, anders als zum Beispiel Facebook, gezielt darauf ausgelegt ist es dir zu ermöglichen, neue Bekanntschaften zu machen. Das Ziel von BuddyMe ist es, dich mit anderen Leuten zusammenzubringen – und zwar in der „wirklichen Welt“ und nicht nur online. Dabei hast du die Möglichkeit entweder nach anderen Menschen mit bestimmten Interessen zu suchen, oder aber per Zufall neue Hobbies zu entdecken. Was auch immer du bevorzugst, BuddyMe kann dir dabei helfen Leute zu finden die deine Vorlieben teilen. Und das immer in deiner Nähe.

Konkret pinnen Mitglieder ihre Aufrufe (zum Nähen, Essen gehen, Sporteln etc.) auf eine virtuelle Pinnwand und warten darauf, dass jemand ihnen eine Telefonnummer schickt. Kommentare, ausführliche Profilinfos, Bilder oder ähnliches gibt es nicht – es wird sofort vernetzt. Jeder Aufruf ist zudem nur eine Woche gültig und wird dann unwiderruflich gelöscht. Etwas Ordnung kann durch Tags in die Postings gebracht werden und anhand der Ortsangabe des Users kann außerdem das Gebiet eingeschränkt werden. Zumindest zukünftig: In der Betatest-Phase funktionieren noch nicht alle Features einwandfrei.

BuddyMe

BuddyMe: Plattform fürs Vernetzung außerhalb von Facebook

BuddyMe ist eine charmante Art, Leute zusammenzubringen: Weniger digitale Kommunikation, mehr direkte Kontaktaufnahme. Die Plattform als Mittel zum Zweck, nicht als Zweck selbst, so wie es bei Facebook ist.

Beim Selbsttest habe ich bereits drei BuddyMe-Requests ausgeschickt: Einer führte zu einem netten Essen (zugegebenermaßen mit jemandem, den ich schon kannte), einer führte ins Nichts, resultierte also in keinem Anruf, und einer ist noch ausständig (da werde ich mal Crossfit ausprobieren – ein Bericht folgt!).

Ist die Welt bereit für BuddyMe?

Hinter BuddyMe steht unter anderem der bewusste Verzicht auf zu viele Informationen. Neben Benutzername, Alter, Motto, Beruf und Interessen gibt es keine weiteren Profilinformationen – und selbst diese sind, abgesehen vom Benutzernamen, nur optional anzugeben. Bei den Requests wird nur die Telefonnummer mitgeschickt (zukünftig wird es auch die Möglichkeit geben, einen kurzen Kommentar hinzuzufügen). Der Rest passiert „offline“.

BuddyMe-Profilinfos

Alle Infos, die man für BuddyMe braucht.

So wenig Information ist wahrscheinlich für viele jener Personen, die Facebook nutzen, anfangs verwirrend. „Wie weiß ich denn dann, mit wem ich mich überhaupt treffe?“, dürften sich diese Leute, die unglaublich viele und teils sogar visuelle Informationsmengen gewöhnt sind, fragen.

Insofern erinnert mich BuddyMe auch ein wenig an die Annoncen, die es früher in Kinder- und Jugendzeitschriften gab, wie beispielsweise „Suche netten Brieffreund, der auch Diddl mag und gerne liest.“ Vielleicht ist BuddyMe auch die Kontaktbörse für junge, unternehmungslustige Menschen – zielgruppengerecht für Web und Mobile aufbereitet, während ältere Menschen sich weiterhin über Zeitungen finden („Rüstiger Senior sucht aktive Dame ab 60 für Spaziergänge, Wanderungen und gemeinsame Museumsbesuche“).

Deshalb bin ich gespannt, wie sich die Plattform weiterentwickeln wird. Im letzten Update-Mail vom 26. Jänner hieß es, dass sich schon 80 Leute während der Testphase angemeldet hätten. Und deren Feedback hat schon einiges bewegt und Features optimiert. Es bleibt spannend!